Wolfsprojekte

Wolfsmonitoring

Die Vorsitzende des Vereins Schlaubetal-Caniden e.V., Mirjam Silber, ist unsere "Wolfsfrau";-) Ihres Zeichens Kynologin und Canidenforscherin (mit Schwerpunkt Hunde und Wölfe) sowie Assistenzhundetrainerin, ist sie in der Bewusstseinsbildung und Aufklärung zum Thema Wölfe tätig und arbeitet ehrenamtlich im Wolfsmonitoring, nachdem sie im Februar 2020 den Lehrgang "Dokumentation von Wolfshinweisen" am LUPUS-Institut erfolgreich abgeschlossen hatte. Mirjam sucht nach Wolfsspuren (Fährten, Losungen usw.), dokumentiert diese ordnungsgemäß, schickt ihre Protokolle an das Landesamt für Umwelt (LfU) und trägt somit zum wissenschaftlichen Wolfsmonitoring bei. Aus ganz Deutschland werden auf diese Weise von vielen Ehren- und Hauptamtlichen Daten über Vorkommen und Verteilung der Wölfe zusammengetragen, die in einem Statusbericht und einer jährlichen Territoriumskarte von Wölfen in Deutschland resultieren. Eine spannende und wichtige Aufgabe. 

Wolfsterritorien in Brandenburg

Dies ist die aktuelle Karte des Landesamts für Umwelt (LfU) zu den Wolfsterritorien in Brandenburg, Stand Dezember 2019.

Quelle: Landesamt für Umwelt (LfU) - auch inhaltlich lohnt sich der Besuch dieser Website!

Das Monitoringjahr für Wölfe läuft jeweils vom 1. Mai eines Jahres bis zum 30. April des darauffolgenden Jahres, dies entspricht dem "biologischen Wolfsjahr" von der Geburt der Welpen bis zum Ende ihres ersten Lebensjahres (i.d.R. werden die Jungen Anfang Mai geboren). Die deutschlandweit erhobenen Daten eines Monitoringjahres werden im Herbst unter der Leitung des Landesamts für Umwelt zusammengetragen und ausgewertet, woraus dann die "Wolfskarten" entstehen.

Zur Veranschaulichung: Die Auswertung für das Monitoringjahr 2018/19 (d.h. vom 1.5.2018 bis 30.4.2019) fand im Herbst 2019 statt. Deshalb hat die obige Karte einen Stand von Dezember 2019. Die Auswertung für das Monitoringjahr 2019/20 (1.5.2019 bis 30.4.2020) findet im Herbst 2020 statt - danach wird es auch wieder eine aktualisierte Karte geben.

Bei der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) finden sich viele Wolfsterritorienkarten, nicht nur nach Monitoringjahren, sondern auch nach Bundesländern geordnet.

Darunter auch sog. Rasterzellenkarten: Eine 10x10 km große Rasterzelle gilt für ein Monitoringjahr als besetzt (= grün), wenn darin mindestens ein WolfsNACHweis oder drei voneinander unabhängige bestätigte WolfsHINweise liegen.

Zellen, in denen für ein Rudel der jeweils erste Reproduktionsnachweis des jeweiligen Monitoringjahres erbracht wurde, sind mit einer Raute gekennzeichnet.

 

Quelle: Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW).

Auch die Website der DBBW ist inhaltlich sehr empfehlenswert!

Hinweise zu Wölfen melden

Wenn Sie Wölfe oder deren Spuren bemerken, dann informieren Sie bitte eine/n der behördlichen Wolfsbeauftragten oder auch Mirjam Silber per E-Mail bzw. telefonisch (033656 412 518) - Fotos/Videos von Wolfssichtungen bitte mit genauen Zeit- und Ortsangaben versehen.

Schadenshotline für Tierhalter*innen bei Übergriffen durch Wölfe

Bei Verdacht auf einen Wolfsangriff auf Nutztiere wenden Sie sich bitte telefonisch an die behördliche Schadenshotline:

0172 56 41 700


Kooperationsprojekt mit dem BUND-Brandenburg

Ein großes Anliegen ist dem Verein Schlaubetal-Caniden e.V. die Wissensvermittlung, insbes. zu Wesen, Verhalten und Lebensweise von Wölfen und deren Rolle im Ökosystem. Mit dem BUND-Brandenburg fanden wir in Mario Sitte, dem Leiter des Projekts Wolf, Biber, Elch und Co einen überaus kompetenten und engagierten Kooperationspartner. Gemeinsam mit ihm ist Mirjam Silber, unsere Wolfsfachfrau, nicht nur in der Aufklärungsarbeit, sondern auch im wissenschaftlichen Bereich tätig.

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Wolf-Biber-Elch_Projektflyer-BUND.pdf
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Neue Wolfsbroschüre des BUND-Brandenburg

Der Wolf ist zurück in Brandenburg - und das inzwischen schon seit mehr als 10 Jahren. In dieser Broschüre können Sie einige Einblicke in das Leben der brandenburgischen Wölfe erhaschen. Ebenfalls gibt es Informationen zum Wolfsmanagement und Mario Sitte, der Autor, wagt einen spannenden Vergleich.

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