assistenzhunde

Was sind Assistenzhunde?

Assistenzhunde sind Hunde, die Menschen mit Behinderung unterstützen, auf Dauer mit ihnen zusammenleben und in allen Bereichen des täglichen Lebens eingesetzt werden.

Es gibt drei Gruppen von Assistenzhunden:

  • BLINDENFÜHRHUNDE - zur Unterstützung blinder und hochgradig sehbehinderter Menschen,
  • SIGNALHUNDE -  zur Unterstützung von Menschen mit Hörbehinderung oder chronischen Krankheiten (z.B. Diabetes, Epilepsie und neurologischen Erkrankungen),
  • SERVICEHUNDE - zur Unterstützung von Menschen mit Behinderung im Bereich der Mobilität (Motorik und Sensorik).

Damit ein Hund als Assistenzhund anerkannt wird, muss er - bei Nachweis seiner gesundheitlichen und wesensmäßigen Eignung - eine spezielle Ausbildung und ein Beurteilungsverfahren absolvieren (nach entsprechender Schulung in Theorie und Praxis muss auch die betroffene behinderte Person Prüfungen ablegen). In Deutschland existiert leider noch keine staatliche Assistenzhundeprüfung, doch gemeinsam mit anderen seriösen Ausbildungsstätten für Assistenzhunde arbeite auch ich daran, hier standardisierte behördliche Prüfungen (nach österreichischem und internationalem Vorbild) zu etablieren.

Erst nach positiv abgeschlossener Beurteilung soll demgemäß die Anerkennung als staatlich zertifizierter Assistenzhund, der im Behindertenpass eingetragen wird, erfolgen. Damit sind Begünstigungen und Zutrittsrechte verbunden, die Menschen mit Behinderung die Teilhabe in allen Lebensbereichen erleichtern, vielfach überhaupt erst ermöglichen.

Menschen mit Behinderung und Hunde

Im Gegensatz zu vielen Mitmenschen schenken Hunde (und andere Tiere) behinderten Menschen ihre vorurteilsfreie Akzeptanz und Zuneigung. Das Tier weiß nichts von der Behinderung des Menschen, es bewertet kein Aussehen und keine körperliche, psychische oder mentale Beeinträchtigung. Für den Hund ist auch der Mensch mit Behinderung vollkommen, d.h. Behinderte erfahren dadurch die beglückende Nähe und Wertschätzung eines Wesens, das sie für "normal" hält. Zudem motiviert der Hund den Menschen, hinauszugehen (ja, zwingt ihn geradezu) und steigert somit nicht nur das seelische und geistige Wohlergehen, sondern verbessert auch die Beweglichkeit und körperliche Fitness.

 

Der Assistenzhund (bzw. der Helping Dog)

  • leistet für den behinderten Menschen vielfältige unverzichtbare Hilfestellungen im Alltag,
  • erhöht sein Wohlbefinden und seine Lebensqualität,
  • fördert seine Mobilität, Unabhängigkeit, Motivation, Kommunikation und Sozialkontakte,
  • macht ihn selbstständiger und selbstbestimmter, entspannter und fröhlicher,
  • lässt ihn seine Schmerzen zumindest zeitweise vergessen, 
  • tröstet ihn und muntert ihn auf,
  • bringt ihn zum Lachen.

Ganz besonders der psychosoziale Aspekt ist von großer Bedeutung und hoher therapeutisch-rehabilitativer Wirkung:

  • Verringerung der belastenden Gefühle (Einsamkeit, Nutzlosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Dpression usw.),
  • Steigerung der angenehmen, positiven Gefühle (Selbstwert, Freude, intrinsische Motivation, Sicherheit usw.),
  • Erleichterung der Kontaktaufnahme (Hunde fungieren im gesellschaftlichen Leben als soziale "Katalysatoren").

"Helping Dogs-Assistenzhunde" - Servicehunde

Der Verein Schlaubetal-Caniden e.V. betreibt mit "Helping Dogs-Assistenzhunde" ein besonderes Dauerprojekt, das sich gänzlich dem Thema Assistenzhunde widmet. Hier werden speziell SERVICEHUNDE für Menschen mit Körperbehinderung bzw. sensomotorischen Einschränkungen ausgebildet und generell alle Menschen mit Behinderung zu Assistenzhunden beraten sowie seriöse Ausbildungsstätten empfohlen.

Momentan bin ich dabei, ein Netz von professionell, d.h. hundegerecht arbeitenden Verbänden aufzubauen - interessierte Asistenzhundetrainer*innen können sich gerne bei mir melden!

Zudem ist eine Kooperation mit dem Landes-Behindertenverband und ebenso mit regionalen Behindertenvereinen geplant.


Special: "Helping Dogs"

"Helping Dogs" sind KEINE Assistenzhunde, sondern speziell ausgebildete "Haushaltshilfehunde" für Menschen mit Einschränkungen.